|
Samstag, 08.07.2006 15:13:00
MediMeisterschaften Leipzig 2006
„Lokomotive Saarland“ startet durch:
Homburg und Jena werden MediMeister 2006
(Leipzig) Am vergangenen Wochenende (30. Juni bis 2. Juli) fanden im „Stadion des Friedens“ in Leipzig die fünften MediMeisterschaften statt. Bei dem bundesweiten Fußballturnier der Medizinstudierenden traten 60 Herren- und 17 Damenteams aus 32 medizinischen Fakultäten gegeneinander an. Dabei setzte sich bei den Herren die Mannschaft „Lokomotive Saarland“ aus Homburg und bei den Damen „Die Sprunggelenke“ aus von der Friedrich-Schiller-Universität Jena durch.
Der Sportliche Leiter des Turniers Jan Baier: „Bei den MediMeisterschaften in Leipzig traten mit fast 80 Mannschaften so viele Teams gegeneinander an, wie noch nie zuvor. Trotzdem setzten sich die, schon im letzten Jahr als Geheimfavoriten gehandelten „Homburger Jungs“ gegen die anderen Fakultäten durch. Zu Recht muss man sagen. Die waren wirklich stark. Die Titelverteidiger und selbsternannten „Rekordmeister“ aus Erlangen mussten schon in der Runde der besten 32 die Segel streichen. Ihr Gegner hieß Bonn – die hatten einfach unschlagbare Fans.“
Im Finale der Damen standen sich Jena und Berlin gegenüber. Die Berlinerinnen hatten im vergangenen Jahr das erstmalig ausgetragene Damenturnier gewonnen und waren angetreten, ihren Titel zu verteidigen. Ein Eigentor von „Antitussiva Berlin“ nach einer Ecke brachte jedoch die Jenaer „Sprunggelenke“ in Führung, die sie über die Spielzeit retten konnten. „Ein wenig Glück gehört eben auch dazu.“ meint Jan. „Für die Torschützin war es natürlich hart. Sie ist einfach angeschossen worden. Aber so etwas passiert.“
Neben dem Medizinerfußballturnier stand allerdings noch was ganz anderes auf dem Programm: Die Viertelfinals der Fußball-WM. „Wer zur Zeit des Spieles Argentinien-Deutschland in unserem Festzelt war und Übertragung auf Leinwand gesehen hat, wird das kaum vergessen. Die Atmosphäre war zum zerreißen gespannt. Der Jubel beim Siegtreffer der Deutschen Mannschaft überstieg von der Lautstärke her fast dem Start eines Düsenflugzeuges. Wir haben das gemessen.“ sagt Christoph Bader, Koordinator der MediMeisterschaften, und lacht. „Als Deutschland das Elfmeterschießen gewann, wussten wir, dass wir als Organisationsteam für beste Stimmung im Verlauf des Wochenendes nicht werden sorgen müssen. Die war einfach schon kolossal vorhanden. Wir müssen uns beim Wettergott, bei der deutschen Nationalmannschaft, den vielen angereisten Mannschaften und Fans, den freiwilligen Helfern und auch bei unserem Hauptsponsor, der „Deutschen Ärzte Finanz“, bedanken. Durch sie alle wurde das Wochenende zum Selbstläufer!“
Die Anlage des „Stadion des Friedens“ trug noch zur Festivalatmosphäre bei. Auf jedem freien Stück Rasen wurde gezeltet. Zur Mittagszeit versammelten sich ein Großteil der Leute im Freibad – es gab eine „La Ola“ mit Kopfsprung ins kühle Nass. Die Cheerleader aus Bonn wurden bejubelt und ihnen wurde der Fanpokal überreicht. An diesem Wochenende liefen überdurchschnittlich viele Männer mit Schnauzer umher. Warum, verrät Anne Nordmeyer aus Leipzig: „Wir wollten dieses Jahr unbedingt den besten Oberlippenbart der MediMeisterschaften küren. Früher waren die kleinen Scheußlichkeiten in der Bundesliga ja üblich. Niemand mochte sie. Diese Anti-Mode haben wir an diesem Wochenende wieder aufgefrischt. Es war sehr lustig, überall die so genannten „Pornobalken“ zu sehen. Der beste Schnauz kam letztlich aus Homburg und wurde mit einem Sonderpreis geehrt.“
Auf der Internetseite des Turniers (www.medimeisterschaften.de) gibt es eine große Photogalerie um sich einen weitergehenden Eindruck der „MediMeisterschaften Leipzig 2006“ zu machen. Auch ein Forum gibt es für diejenigen, die die Zeit bis zum nächsten Jahr nicht abwarten können.
Wenn nichts dazwischen kommt, werden die MediMeisterschaften sich im Sommer 2007 auf den Weg nach Bayern begeben. Die beiden Fakultäten Münchens wollen dann Austragungsort für das kommende Turnier sein. Für alle Medizinstudierenden Deutschlands ist das die nächste Gelegenheit sein, sich selbst zu feiern und die besten Fußballer unter sich auszumachen. Neuste Informationen darüber gibt es auch auf der Internetseite.
Von: Christoph Bader
Links:
www.medimeisterschaften.de
|