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Bericht des Monats Oktober 2010Chirugie -PJ Tertial in Trujillo, PERU
MotivationNachdem ich mehrere positive Berichte über PJ-Aufenthalte in Peru gelesen hatte und eine Freundin aus persönlicher Erfahrung ebenso begeistert zum PJ Tertial in Peru rat, entschloss ich mich schließlich mein Spanisch aufzupolieren und mich für das Chirurgische Tertial in Peru zu bewerben.
VorbereitungIch wand mich per Email direkt an zwei Stellen - - „Capaciatacion“ des Hospital Regional - capacitacion@hrdt.com·pe - Facultad de Medicina de la Universidad National de Trujillo - decanatomedicina@gmail·com
Ich schickte folgende Unterlagen schon 11 Monate vor geplantem PJ-Beginn -
· Bewerbungsschreiben (Carta de solicitud) · CV · Sprachzertifikat · Empfehlungsschreiben des Dekans (Carta de recomendacion) · PJ-Reifebescheinigung auf Spanisch (Certification oficial sobre las asignaturas aprobadas en la escuela de medicina) vom medizinischen Dekanat
und erhielt dann (nach zahlreichen Anrufen sowie Emails) im November die Zusage vom Krankenhaus. Von der medizinischen Fakultät erhielt ich nur eine einzige Email in welcher stand, sie seien in Kontakt mit dem Krankenhaus und würden mich benachrichtigen sobald es etwas Neues gäbe... Möglicher Weise wäre es jedoch auch möglich direkt den Chefarzt der Chirurgie - Dr. Edison Escobedo Palza Tel. +51-44-284941 Móvil. +51-44-949672527 Fax. +51-44-233112 (leider keine Email) zu kontaktieren. Er schien sehr erfreut über internationale Studenten in seiner Abteilung und bot uns an unsere “deutsche 40-Stunden-Woche” abzuleisten statt der 118-Stunden-Woche der peruanischen Internos denn leider gab es eine Diskussion mit dem Arzt der Capacitation (ein Gynäkologe der für die ausländischen Studenten zuständig war, also Obacht wenn ihr in die Gyn möchtet..., welcher der Meinung war wir sollten an die dortige Studenwoche gebunden sein (jede zweite Nacht Dienst ohne Freizeitausgleich, dies 7 Tage die Woche) und uns damals sagte er würde keine weiteren Studenten mehr zu anderen Bedingungen akzeptieren. Daher würde ich dringend raten dies im Vorfeld abzuklären und gegebenenfalls die Organisation über die Universtität und Dr Escobedo vorzunehmen. Die Damen der Capacitacion waren auch fest davon überzeugt, dass wir umbedingt das Zeugnis von Direktor des Krankenhauses unterschrieben haben müssen. Ich habe mein PJ-Tertial denn frühzeitig von dem LPA in Düsseldorf anerkennen lassen (nur für den Fall der Fälle) und das Zeugnis unterschreiben von Dr. Escobedo war vollkommen ausreichend. Also nix Direktor...
VisumIch geriet erfreulicher Weise am Flughafen gleich an den richtigen Beamten und so wurden mir gleich 118 Tage in den Pass gestempelt. Angeblich eine Ausnahme wie ich später erfuhr... Sonst scheinen es 60 oder 90 Tage zu sein und falls man nicht aufpasst muss man zur Verlängerung entweder 30 $ bei der Immigracion in Trujillo zahlen oder eben kurz Aus- und dann wieder Einreisen. GesundheitIch schloss bei der MLP (Barmenia) eine Auslandsversicherung für Medizinstudenten ab für 12,50 pro Monat. Nur die „normalen“ Impfungen die man zu PJ-Beginn haben muss. Mundschutz für Behandlung von „verdächtigen Patienten“ in der Notaufnahme (Tbc...). Sterilium (Vorrat) für die Kitteltasche, gibbet nämlich nicht... Papaya bei (leider meist rezidivierenden) Diarrhoen und „Elektrolytgetränke“ aus der Apotheke...
SicherheitIch habe mich während der fünf Monate in Peru immer sehr sicher gefühlt und mir wurde nichts gestohlen noch bin ich direkter Zeuge von Gewalt oder Diebstahl geworden. Jedoch sollte man sich immer gewusst sein, dass Armut weit verbreitet ist und sich dementsprechend „schlicht“ und unauffällig kleiden (Keinen Schmuck, Plastiktüte statt Handtasche...). Besonders nachts sollte man sich sehr genau überlegen wo man sich aufhält denn einige Bezirke (z.B. La Esperanza in Trujillo) und auch die Gegend um das Krankenhaus sind sehr gefährlich, es kommt häufig zu bewaffneten Überfällen, Schießereien und Messerstechereien.
GeldDie capacitacion verlangte 250 Soles pro Monat (63 Euro) jedoch wurden wir vom medizinischen Dekanat (als wir dort die Bescheinigung „In Rechten und Pflichten den dortigen Studenten gleichgestellt...“ abholten) fragend angeschaut, da wohl eigentlich Studiengebühren an die Universität hätten gezahlt werden müssen.
SpracheOhne meinen Erasmusaufenthalt in Spanien während meines vierten Studienjahres wäre es mir wohl deutlich schwerer gefallen den Anforderungen gerecht zu werden und ich kann nur jedem empfehlen nicht (wie eine anwesende deutsche PJlerin) ohne jegliche Spanischkenntnisse nach Peru zu reisen. Zwar sind die Ärzte und Studenten mehr als entspannt und hilfsbereit falls mal Rechtschreibfehler unterlaufen aber man nimmt sich selber die großartige Gelegenheit sehr eigenständig und mit Verantwortung zu arbeiten. Hier mein Anschreiben -
Mi nombre es X y soy estudiante de medicina en la Universidad de X. En la actualidad estoy cursando el quinto año académico de una formación que consta de seis años. En X de 20XX empezaré la parte práctica de nuestra formación (de características similares a su "internado"), que se compone de rotatorios en las materias de medicina interna y cirugía, más una tercera materia de libre elección, abarcando cada una de ellas un período de cuatro meses. Sería un placer poder realizar una parte de mi rotario en su hospital y, en este sentido, les agradecería mucho que pudieran ofrecerme una plaza desde el X hasta el X en su departamento de cirugía general. Para más información sobre mi formación y prácticas realizadas me pongo a su disposición para cualquier tipo de consulta, sin perjuicio de enviarles mi currículum vitae, la carta de recomendación y la certificación oficial sobre las asignaturas aprobadas en la escuela de medicina. A la espera de sus noticias, se despide con un cordial saludo.
VerkehrsverbindungenEdream.com für die günstigen Flüge gen Peru, meiner war CA 850€. Nächtliche Autofahrten in Peru sollten vermieden werden – in den 5 Monaten wurden in der Notaufnahme mehrere Opfer von bewaffneten Überfällen auf der „Panamericana“ (Hauptverkehrsstraße entlang der Küste) eingeliefert. Obschon auch die Touristenbusse auf eben dieser Straße verkehren und ich häufig den Nachtbus nach Lima nahm scheint es in letzter Zeit nicht zu Überfällen auf die „renommierten“ Unternehmen gekommen zu sein (Cruz del Sur war mein persönlicher Favorit, etwas teurer als der Rest aber man hat in der Luxusklasse unglaublich bequeme Liegesitze). In Lima scheint es häufig zu „Taxiüberfällen“ gekommen zu sein, da die offiziellen „green line“ Taxis aber wirklich unverschämte Dollarpreise verlangten, fand ich tagsüber die vollgepackten collectivos, welche von der Hauptstraße neben dem Flughafen abfahren, eine gute Alternative (vielleicht muss man für den Backpack einen zweiten Sitzplatz bezahlen, aber die Peruaner sind sehr hilfsbereit was das Finden des „richtigen“ collectivos betrifft, so lässt einen zum Beispiel eine Linie direkt gegenüber vom terminal de Cruz del Sur raus).
KommunikationClaro als lokalen Handyanbieter fand ich ganz günstig und vor allem gab es die „tarjeta international“ mit der man von allen Telefonica Telefonzellen aus sehr günstig auf deutsches Festnetz anrufen konnte aber auch Internetcafes waren eigentlich immer sehr günstig und schnell.
UnterkunftTrujillo war für meinen Geschmack etwas zu hektisch und der Verkehr überwältigend. Ich würde sehr empfehlen im kleinen Fischerdörfchen „Huanchaco“ eine Wohnung zu suchen nicht nur da erfreulicher Weise nach dem Dienst meinst noch Zeit zum Abschalten bei der Sonnenuntergangs-Surfsession blieb – die Wellen (für die Surfer unter euch) sind in Huanchaco einfach unglaublich! Es gibt wenige Surfer im Wasser, die einheimischen Surfer sind sehr freundlich und bis März kann man ohne Probleme in Boardshorts und mit hohem Sonnenschutz (!) surfen danach fand ich einen 3/2er Wetsuit ausreichend. Die Wellen werden ab April größer und der Swell konstanter, für Anfänger ist vielleicht eher der peruanische Sommer (Dezember-Februar) mit kleineren Wellen zu empfehlen. Sehr empfehlen kann ich folgende Surfschule - Trujillotravel2@hotmail·com ist ein Reisebüro welches auch Wohnungen vermittelt. Zuerst wohnte ich in einer WG (60€ im Monat) aber schließlich gönnte ich mir eine kleine Wohnung direkt am Meer (fast 200€ unglaublich viel für peruanische Verhältnisse) aber dafür auch direkt am Surfspot! Las Carmellas in der gleichnamigen Straße ist ein Hostal welches auch günstig Zimmer vermietet und auch sonst gibt es in den Straßen los pinos und los ficos viele günstige Hostals (2,50€ pro Nacht). Mit den collectivos oder micros (kleine Busse), welche man in Huanchaco einfach auf der Straße anhalten kann, CA. alle 5 Minuten, kommt man sehr günstig in 20-30 Minuten direkt zum Krankenhaus.
LiteraturLonely Planet Peru, Spanisch für Mediziner
MitzunehmenMückennetz für die Anden, Surfbrett, Neoprenanzug 3/2 (ab April wurds kalt und schwer dort zu bekommen...), Sterilium
Reise und AnkunftAnreise lief leider aufgrund des Busstreiks nicht sehr glatt und ich bin mit einem „inoffiziellen, sehr abenteuerlichem Bus“ von Lima gen Trujillo gefahren, was zurückblickend alles andere als ungefährlich war... Tipp am Rande nicht an der Autobahn in der Mittagssonne Ceviche bestellen... Am ersten Tage habe ich mich dann im Hospital bei der Capaciatacion gemeldet, war aber vollkommen sinnfrei, siehe Hinweise in „Vorbereitung“. Direkt bei Dr. Escobedo in seinem Büro hätte deutlich mehr Sinn gemacht.
Tätigkeitsbeschreibung und fachliche Eindrücke
Einleitend eine grobe Beschreibung der Zustände und Abläufe im Krankenhaus - Da es sich beim Hospital Regional um ein staatlich finanziertes Krankenhaus handelt und nur CA. ein Drittel der Patienten eine Krankenversicherung hat müssen für alle weiteren Patienten morgens zuallererst die Rezepte (inklusive Kompressen, Spritzen, Infusionsbesteck und Klebeband) geschrieben und an die Angehörigen weitergegeben werden damit diese alles in der Krankenhausapotheke kaufen können und die Behandlung folgen kann. Das Gleiche gilt für die Notaufnahme, wo z.B. der Röntgenschein vorab bezahlt werden muss. Für vollkommen mittellose Patienten müssen im Zweifelsfalle die Ärzte mit ihrer Unterschrift bürgen nachdem die Angehörige eine Zahlungsverpflichtung unterschrieben haben, ein Prozess der selbst im akuten Notfall mindestens eine halbe Stunde, nachts auch häufig länger dauert. Die „Material-Not-Reserve“ besteht aus Materialien, welche die Studenten und Krankenschwestern privat kaufen, im Notfall nutzen und im Idealfall nachträglich von den Angehörigen zurückfordern können mit dem Ergebnis, dass am Ende eines Wochenendes besser niemand Intubationspflichtig eingeliefert werden sollte, denn selbst Intubationstubusse fehlen häufig gänzlich. Auch schwere Verkehrsunfälle sind leider aufgrund des defizitär ausgebauten Verkehrsnetzes und der häufig abenteuerlichen Gefährte an der Tagesordnung und um Blutkonserven zu erhalten muss selbst bei lebensbedrohlichem Blutverlust zuerst ein spendewilliger Angehöriger gefunden werden. Die peruanischen Ärzte und Pjler sind sehr freundlich und häufig wird man mittags vom zuständigen Chefarzt zum Essen eingeladen, das Arbeitsklima ist sehr entspannt und fröhlich trotz des enormen Arbeitspensums welches die peruanischen Studenten sowie Assistenzärzte leisten - jeden 2. Tag leisten sie einen 33-Stunden Dienst und dies 7-Tage die Woche. Nochmal zur Erläuterung – um 7 Uhr morgens beginnt der Dienst und endet am Folgetag um 16h; am nächsten Morgen geht es um 7Uhr wieder genauso weiter. Wie die peruanischen Studenten rotierte ich im Verlauf der 16 Wochen durch verschiedene Chirurgische Fachbereiche und konnte auf diese Weise unglaublich viel sehen und lernen:
Abdominal Chirurgie Neben der körperlichen Untersuchung der Patienten während der täglichen Visite, waren wir als PJler für die Anamneseerhebung bei Neuaufnahme, das Verfassen von Verlaufsberichten stationärer Patienten, Verbandswechsel, Ausstellung der Rezepte und verfassen der Entlassungsbriefe zuständig. Wöchentlich wurden besonders interessante Fälle vorgestellt so zum Beispiel Patienten mit Sepsis, primärer Peritonitis, mesenterischer Thrombose, Ikterus, nekrotisierender Faszitis (und ihre klassische Behandlung mit Papaya) sowie Perforationen der Eingeweide durch Schuss- , Messerstichverletzungen oder stumpfe Traumata . Ohne meinen Erasmusaufenthalt in Spanien während meines vierten Studienjahres wäre es mir wohl kaum möglich gewesen den Anforderungen gerecht zu werden und ich kann nur jedem empfehlen nicht (wie eine anwesende deutsche PJlerin) ohne jegliche Spanischkenntnisse nach Peru zu reisen. Zwar sind die Ärzte und Studenten mehr als entspannt und hilfsbereit falls mal Rechtschreibfehler unterlaufen aber man nimmt sich selber die großartige Gelegenheit sehr eigenständig und mit Verantwortung zu arbeiten. Im Operationssaal sind die Studenten in Peru für das Instrumentieren im OP zuständig, was ich persönlich deutlich interessanter und lehrreicher fand als das klassische „Hakenhalten“. Das Operationsspektrum umfasste Gallenblasenentfernungen, Apendektomien, Hernienoperationen, Tumorentfernungen und die chirurgische Säuberung von großen infizierten Wunden.
Unfallchirurgie/Orthopädie Neben der bereits erläuterten „normalen Stationsarbeit“ hatte ich die Gelegenheit die leider täglich eingelieferten Fälle von diversen Frakturen der Extremitäten, des Beckens, der Rippen sowie der Wirbelsäule zu untersuchen, Stützverbände anzulegen, Gipsverbände zu wechseln sowie Gelenkergüsse zu punktieren. Im OP assistierte ich beim Einsatz von Hüpftprothesen, bei Frakturfixationen, Amputationen sowie Achillessehnenoperation. Als besonders interessante Fälle sind mir Patienten mit Kompartmentsymdrom der Hand sowie des Unterschenkels, ein Kind mit luxiertem Ellebogen (nursemaid's elbow) und eine Luxationsfraktur des Ellebogens im Gedächtnis geblieben.
Urologie Nur eine kurze Rotation jedoch lang genug um die Gelegenheit zu erhalten einen Patienten mit aktutem Harnverhalt zu katheterisieren, die physiologische sowie pathologische Prostata zu untersuchen, bei der Kollokation des suprapubischen Blasenkathethers sowie diverser Prostatektomien und Extraktion von Condiloma lata (Syphillis) zu assistieren.
Augenheilkunde Eine weitere Kurzrotation, welche die Möglichkeit eröffnete die Augenhintergrundspiegelung u.a. bei symptomatischen Diabetikern zu trainieren, die Sehstärke zu messen und bei Ptergigium- sowie bei Chalazion-operationen zu assistieren.
Chirurgische Notaufnahme Täglich werden im Durchschnitt 30 Patienten versorgt darunter häufig Opfer schwerer Verkehrsunfälle, Verbrennungsopfer und Fälle von Stürzen aus großer Höhe. Im Regelfalle werden Patienten im nicht akut lebensbedrohlichen Zustand zuerst von PJ-Studenten untersucht und so bot sich mir die Gelenheit die Patienten zum Umfallhergang zu befragen, sie körperlich zu untersuchen, im Anschluss dem Dienstarzt vorzustellen um weitere Untersuchungen sowie Konsile anzumelden, die Röntgenbilder sowie Blutbilder zu analysieren, die Aufnahmen der Patienten vorzubereiten, offene Wunden zu versorgen, ggf zu nähen, bei der Kolokation von Thoraxdrainagen zu assistieren und Rezepte für die ambulante Versorgung auszustellen. Nie vergessen werde ich den ersten, leider erfolglosen Reanimationsvesuch bei dem ich anwesend war und die Thoraxkompressionen durchführte. Am "gewöhnungsbedürftigsten" waren wohl die Nachtdienste in der Notaufnahme. So verging kein Nachtdienst am Wochenende ohne Patienten mit Schussverletzungen oder tiefen Schnittwunden durch Glasflaschen. Nur gut, dass wir zuvor in Köln am „Suture Tutor“ das Nähen gelernt hatten.
Land und Leute"Großartiger Weise hatte ich die einmalige Gelegenheit vor PJ-Beginn für einen Monat an einem Projekt in der beeindruckenden Natur der Anden mitzuarbeiten – Das Hospital Andino, getragen vom deutschen Förderkreis des Hospital Andino de Alto Chicama, wurde vor vielen Jahren von Doktor Kaufmann einem deutschen Arzt gegründet und und trägt seither wesentlich zur gesundheitlichen Versorgung der Andenbewohner bei. Es war eine unglaublich bereichernde, einzigartige und unvergessliche Zeit in einer vollkommen anderen Welt, wo die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Falls ihr Interesse habt (und nach Möglichkeit keine Vogelspinnenphobie - gibt es dort nämlich reichlich) kann ich es nur jedem wärmstens ans Herz legen. Ansprechpartner ist Herr von Sengbusch als Vorsitzender des Förderkreises (FHASengbusch@web.de ) und falls ihr Interesse an meinem „Bericht aus den Anden“ habt meldet euch gerne per Email bei mir oder informiert euch direkt auf der Homepage www.foerderkreis-hospital-andino-peru.de." Am Wochenende ergab sich gelegentlich die Möglichkeit das wunderschöne Peru zu erkunden und z.B. nach Puerto de Chicama zu reisen (CA 1,5h mit dem micro von Trujillo) um die längste linke Welle der Welt zu surfen! Auch Pacasmayo und das verlassene „Lobitos“ (für die Tubesurfer unter euch - leider am Wochenende etwas überfüllt) lohnen sich. Ein weiterer Wochenendausflug führte mich nach Cusco samt Besuch des atemberaubenden (jedoch leider sehr touristischen) Machu Picchu. Sehr ins Herz geschlossen habe ich die liebenswerte peruanische Bevölkerung. Bevor ich selber in Peru arbeitete war ich mir nicht bewusst wie hart die breite Bevölkerung dort arbeitet - die meisten Menschen haben zwei Jobs und arbeiten mehr als 12 Stunden täglich, mindestens 6 häufig 7 Tage die Woche, viele Akademiker fahren in ihrer Freizeit mit ihrem Privatauto Taxi. Der monatliche Mindestlohn liegt knapp über 100 € ein Mittagsmenü kostet allerdings auch schon häufig einen € was die Notwendigkeit für einen Zweitjob grade bei Familien mit Kindern schnell erkennen lässt. Umso bewundernswerter ist die peruanische Fröhlichkeit, Hilfsbereitschaft und Gelassenheit, die einen ständig begleitet.
FazitEin unvergessliche Zeit mit sehr wertvollen Erfahren – definitiv zu Empfehlen! An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei der bvmd für die Unterstützung meines Auslandstertials durch den Fahrtkostenzuschuss bedanken!
Zuletzt geändert am 11.04.2011 um 23:24:16
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