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Nach den Knochenmarkstypisierungs-Aktionen aus dem letzten Jahr möchten wir an die Erfolge mit einer neuen Aktion anknüpfen:

Uni hilft Organspende

Worum geht’s:

Organspende kann Leben retten. Doch darüber zu sprechen fällt vielen Menschen schwer – der Gedanke an den Tod und die Vorstellung, dass Andere mit einem Organ von mir weiterleben, schreckt viele ab. Gleichzeitig ist richtig, dass man durch eine Organspende über den eigenen Tod hinaus noch etwas für Andere tun kann.

Der Bedarf an Spenderorganen ist hoch – viele Menschen warten seit Jahren auf ein Organ. Deshalb ist es wichtig, dass Menschen sich für oder gegen eine Spende entscheiden und dies im Organspendeausweis festhalten – nur so kann man beiden Seiten gerecht werden.

Die Tabuisierung des Themas in der Gesellschaft und die deutsche Gesetzgebung, die eine eindeutige Zustimmung des potentiellen Spenders zu Lebzeiten oder das Einverständnis seiner Angehörigen nach dessen Ableben als Voraussetzung für eine Transplantation vorsieht, verschärft dieses Problem in gewisser Weise.

Deshalb ist es wichtig Menschen aktiv auf dieses Problem hinzuweisen, aufzuklären und bei Fragen kompetent zur Seite stehen zu können. Wir als Medizinstudenten können das leisten. Es soll nicht darum gehen, die Menschen zu überreden, sondern Ihnen lediglich die Chance zur Auseinandersetzung geboten werden.

Konzept

UniHilft? War das nicht was mit Knochenmark? Genau, aber da Knochenmark- und Organspende konzeptionell nicht so weit auseinanderliegen, kam den Greifswaldern die Idee, das „Label“ UniHilft doch auf ein neues Thema auszuweiten – das wurde einfach übernommen und wir würden uns freuen, wenn ihr UniHilft ein zweites Gesicht gebt.

 

  • Zielgruppe: erwachsene Bevölkerung aller Schichten
  • Methode: Öffentlichkeit schaffen und Aufmerksam machen um zu Informieren und Aufzuklären;zur Auseinandersetzung mit dem Thema motivieren
  • Zusatz: zentrale öffentliche Informationsveranstaltung und med. Angebote machen (BP-Messung etc.)

 

Organspende geht alle an und die Suche nach Spendern führt quer durch alle Teile der erwachsenen Bevölkerung. Deshalb schien uns ein möglichst öffentlicher Ort am geeignetsten. Da die Vorweihnachtszeit naht, bieten sich Weihnachtsmärkte, Fußgängerzonen oder Einkaufspassagen nahezu an. Eine solche Aktion lebt sicherlich vom Strom der vorbeiziehenden Menschen, auf die man aktiv zugehen muss.

Um möglichst viele Menschen anzulocken sind prinzipiell zwei Wege möglich. Man spricht sie direkt an oder lockt mit Hilfe anderer Mittel. Da das Thema Menschen sehr nahe zu gehen scheint und ein aufklärendes Gespräch eine gewisses Maß an Ruhe erfordert, ist es nahe liegend, einen kleinen Stand aufzubauen. Auf diese Weise ist es auch gleich viel besser möglich, die Menschen auf sich aufmerksam zu machen.

Ist das Interesse einmal geweckt, seid ihr am Zug. Mit viel Einfühlungsvermögen kann nun der Wissensstand und die Haltung des Gegenübers erfragt werden und eine Sensibilisierung für die Problematik erfolgen. Wir möchten Angebote machen nicht drängen. Zu diesem Zweck können Informationsmaterialien (Bezugsmöglichkeiten siehe unten) verteilt und Hinweise zu weiteren Quellen gegeben werden. Viel wichtiger aber ist es, das ihr kompetent auftreten und Antwort geben könnt. Grundlegendes Wissens zum Thema Organspende und Hirntod hat bestimmt jeder Medizinstudierende. Trotzdem ist ein gewisses Maß an Vorbereitung nötig, die wir euch leider nicht abnehmen konnten. Gute Stellen an denen ihr mehr erfahrt, findet ihr ebenfalls weiter unten. Am Ende sollte jedem Interessierten ein Organspendeausweis mitgeben werden. Diese gibt es in verschiedenen Varianten s.u.

Eyecatcher und andere Hilfsmittel:
  • Plakate, Broschüren, Flyer etc.
  • medizin. Modelle für Erkärungen – Dummy, Organteddy, Phantom
  • einheitliche Kleidung (T-Shirts, Kittel)
  • einladender Stand, Kerzen, Musik (?)

 

Als kleines Extra, so die Überlegung, könnte man den Leuten eine medizinische Dienstleistung anbieten. Beispielsweise automatische Blutdruckmessungen. Etwas das wenig Kosten und Aufwand verursacht und auch in unseren Händen eine gewisse Aussagekraft hat. Darüber hinaus ist es immer schön, weitere Angebote zu machen, für Menschen die es genauer wissen wollen. Dafür kann sich eine zentrale Veranstaltung mit einem Vortrag im Hörsaal, einem Film oder Beratungsgespräch mit „Fachkräften“ (Transplantationsmediziner, Immunologen, Juristen,...) lohnen.

 Woran ihr denken müsst – Vorschlag

  • Team
  • Orga
  • Helfer – bitte rechtzeitig suchen, T-Shirts drucken und gewissenhaft einweisen. Je mehr Leute ihr am Ende seit, desto effektiver werdet ihr sein. Holt euch Hilfe von der Uni! Helfen kann fast jeder. Auch wer noch nicht so viel Ahnung von Organspende und den wichtigen Themen hat, kann Unterstützung leisten: Leute heranlocken, Flyer verteilen, Aufbau...
  • Ort und Stand – keine Scheu vor öffentlichen Orten, erkundigt euch aber vorher beim Eigentümer oder der Stadtverwaltung über mögliche Auflagen. Üblicherweise sind diese aber sehr kooperativ.
  • Materialien – hier sind eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Besorgt euch ausreichend Informationsmaterial und vor allem Organspendeausweise.
  • Flyer, Broschüren, Leaflets, Poster (BzGA, DSO s.u.)
  • Anatomiemodelle
  • Outfit
  • Stand, Stehtische, Heizung
  • med. Equipment
  • Mandarinen, Nüsse, Plätzchen, etc.
 Weitere Quellen und Informationen

www.organspende-info.de

  • die Seite für Organspende der BzGA – hier könnt ihr euch einen groben Überblick verschaffen und Orgaspendeausweise und Infomaterial bestellen. Dafür einfach zum Bestellservice klicken und shopen gehen. Die Artikel sind bis zu einer bestimmten Grenze kostenlos lieferbar. Beachtet aber die Lieferbedingungen.

www.dso.de

  • die Deutsch Stiftung Organtransplantation ist die bundesweite Koordinierungsstelle für Organstransplantation. Die hier gebotenen Informationen drehen sich eher um den Vorgang und rechtlichen Bestimmungen der Transplantation.

www.transplantation-information.de

  • weitere Informationen

www.dank-dem-organspender.de/Home/Start.php

  • die andere Sicht des Empfängers. Vergesst nicht, dass man ebensogut auch auf der Seit der potentiellen Empfänger stehen kann

www.organspende-und-transplantation.de

www.fuers-leben.de

  • • auch hier gibt es weitere Hintergründe – besonders lohnend ist der Blick aufs europäische Netzwerk Eurotransplant

www.eurotransplant.nl

Für weitere Fragen und Ideen stehen wir euch natürlich zur Verfügung. Organspende geht alle an – wir freuen uns darauf mit euch aktiv zu werden.

 

Herzliche Grüße Eure SCOPHians

Janina und Georg

 

 

Uni hilft - eine Knochenmarkstypisierungsaktion der bvmd

Unter dem Motto "Uni hilft! (ein kleiner Piks, der retten kann)" fanden 2007 schon Aktionen in vielen Universitätsstädten statt:

  • Hamburg
  • Lübeck
  • Köln
  • Münster
  • Jena
  • Greifswald
  • Erlangen
  • Freiburg
  • Marburg

 In Hamburg fand die Aktion zum ersten Mal statt. Bei der ersten Aktion wurde an  fünf Aktionstagen auf die Knochenmarkstypisierung hingewiesen: Es gab eine Podiumsdiskussion, einen Uni-Kino-Abend (Grüne Wüste), ein Benefizkonzert und natürlich Informationsstände. An drei Tagen wurden 1850 Personen typisiert, dabei vor allem Studenten und Unikliniksmitarbeiter. Nach weiteren erfolgreichen Aktionen fand 2010 die insgesamt siebte Aktion statt (unter dem Motto: "Hamburg gegen Leukämie!")

 

Kölner Studenten typisierten an drei Tagen. Die ersten beiden Tage fanden in der Hauptmensa der Universität statt (da die Mediziner in Köln nicht beim Rest der Studenten lernen), am dritten Tag wurde in einem kleinen Hörsaal in der Uniklinik typisiert. Bei diesem ersten Mal gaben knapp 650 potentielle Spender etwas Blut und konnten sich als Gegenleistung ein gutes Gefühl, einen Berliner und einen Softdrink mitnehmen.

 

In Münster richtete sich der Fokus vor allem auf die Blutspende. An drei Tagen klärten die Studenten vor allem auf, schafften Missverständnisse und Unklarheiten über Blutpende, Knochenmarkstypisierung und Co. aus der Welt und machten Termine zur Blutspende aus.Zur Knochenmarkstypisierung wurden CA. 165 Personen geworben und es wurden noch 500 Flyer verteilt, sodass sicher noch mehr Leute einen Termin machen werden.

 

In Greifswald war der Fischmarkt Schauplatz der Aktion. Insgesamt vier Tage waren CA. 40 Medizinstudenten als Helfer vor Ort um aufzuklären und Blut abzunehmen, der Fokus richtet sich dabei auf die gesamte Bevölkerung der Stadt, nicht nur auf Studenten. Am Ende konnten über 950 Personen als neue Knochenmarkspender in die Kartei aufgenommen werden und viele mehr fühlten sich besser informiert.

 

Erlangen war der letzte Newcommer im vergangenen Jahr: An zwei Tagen konnten 360 neue potentielle Lebensretter typisiert sowie viele Spenden gesammelt.

 
Zuletzt geändert am 10.02.2011 um 15:18:36

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