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GandHI Seminarzyklus
Der Seminarzyklus im Rahmen der peer-to-peer-education stellt das Kernstück unserer Arbeit dar. Die Seminare dienen als Plattform für gemeinsames, interaktives Lernen, Austausch und Entwicklung neuer Ideen sowie der bundesweiten Vernetzung der Teilnehmer aus den verschiedensten Bereichen.
Im folgenden werden die Teilmaßnahmen beschrieben:
Die Austausch-Sektion der bvmd veranstaltet jährlich zwei Wochenendseminare (TriKont-Seminare) zur Vorbereitung auf die von ihr vermittelten Auslandspraktika in den drei Weltregionen Asien, Lateinamerika und Afrika. Der Schwerpunkt dieser Seminare liegt bisher auf der praktischen Reisevorbereitung (z.B. Länderinformationen, Impfungen, kulturelle Besonderheiten). GandHI will mit studentischen und/oder externen Referentinnen und Referenten die regelmäßig durchgeführten Seminare durch Workshops zu Themen der Globalen Gesundheit ergänzen. Diese gehen bewusst über reine Reisevorbereitung und medizinische Aspekte hinaus und stellen eine Einführung in komplexe sozio-ökonomische und politische Zusammenhänge dar.
Hierdurch sollen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Situation in ihrem Gastland und die zugrunde liegenden globalen Zusammenhänge sensibilisiert werden, was für beide Seiten (Gastgeber/in und Student/in aus Deutschland) eine positivere Erfahrung und einen höheren Lernerfolg verspricht.
Im Gegensatz zu den Vorbereitungskursen beschäftigt sich dieses ausschließlich von GandHI durchgeführte Wochenendseminar weniger mit den praktischen Aspekten eines Auslandsaufenthaltes, sondern geht verstärkt und intensiv auf politische und gesellschaftliche Aspekte der Globalen Gesundheit ein. Angesprochen werden hier Studierende, die bereits ein Auslandsseminar absolviert haben, aber auch andere Interessierte. Gefördert werden die kritische Auseinandersetzung mit eigenen Erlebnissen und Rückschlüssen zum Thema Globalisierung und Gesundheit sowie ein besseres Verständnis für globale Zusammenhänge.
Ziel ist es, eigenes Engagement zu stärken, indem Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den erarbeiteten entwicklungspolitischen Konzepten und Hintergründen für sich gangbare Wege der Projektarbeit identifizieren. Gleichzeitig sorgt es für ein Fortbestehen der Initiative, indem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für unsere Trainer-Schulung interessiert werden.
Wie alle GandHI-Seminare sind die didaktischen Methoden in diesem Seminar in besonderem Maße interaktiv und fordern die Partizipation aller Mitarbeitenden.
Um dem interdisziplinären und komplexen Charakter einer Disziplin "Global Health" gerecht zu werden, legen wir besonderen Wert darauf, den Anteil von TeilnehmerInnen und Studierenden anderer, nicht-medizinischer Fachbereiche zu erhöhen.
In diesem Seminar lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von professionellen, externen Trainern, wie ein Workshop oder Seminar organisiert, angeleitet und durchgeführt wird. Weiterhin werden skills im Bereich Projektmanagment, Rhetorik und Organisation vermittelt.
Die vermittelten Moderationsmethoden werden gleich an Themenbeispielen der Globalen Gesundheit erprobt, so dass auch das Hintergrundwissen der neuen Trainer/innen erweitert wird und weitere Themengebiete bzw. neue Aspekte erschlossen werden.
Auf diese Weise werden neue aktive Mitglieder zu Multiplikatoren weitergebildet, die für ein Fortbestehen der Arbeitsgruppe über eine Studierendengeneration hinaus ausschlaggebend sind. Über die bundesweiten GandHI-Seminare hinaus tragen diese Studierenden die Thematik auch an ihre Universitäten (siehe unten: Lokale Veranstaltungen an den Universitäten).
Der bvmd-Bundeskongress ist das jährlich stattfindende Treffen deutscher Medizinstudierender. Hier stellen verschiedene interne und externe Projektgruppen ihre Arbeit in Workshops vor und diskutieren aktuelle Entwicklungen. Dies dient einerseits dazu, neue Mitglieder für entsprechende Projektarbeit zu interessieren, andererseits ist es eine Austauschsplattform für die aktiv Beteiligten. GandHI ist hierbei der Garant dafür, dass interessierte Medizinstudierende Gelegenheit haben, eine Einführung in aktuelle Themen der Globalen Gesundheit zu erhalten. Hierbei wird auch eine Orientierung über Möglichkeiten der Weiterbildung und des Engagements gegeben.
Über Tagesveranstaltungen an verschiedenen Universitäten erreichen die lokalen Multiplikatoren die Studierendenschaft, auch außerhalb der medizinischen Fakultäten. Beispiel einer solchen Tagesveranstaltung ist die Uni-Tour 2008. Die Veranstaltungsreihe wurde inhaltlich von einem Projektteam aus GandHI und Mitarbeitern von der Organisation medico international organisiert, die Umsetzung vor Ort wurde an eine Lokalvertretung, Fachschaft oder Organisation ausgeschrieben.
Die ortsansässigen Organisatoren erhalten inhaltliche und organisatorische Unterstützung von erfahrenen GandHI-Mitgliedern. Zielgruppe sind Medizinstudierende, aber auch Studierende anderer Fachbereiche.
Die Veranstaltungen sollen einen aktivierenden Charakter haben, die Bedeutung von sozialen Determinanten der Gesundheit hervorheben und die Bedeutung von Global Health/Globaler Gesundheit unterstreichen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen dazu ermuntert werden, an ihrer Universität Lobbyarbeit zur Einführung entsprechender Lehrangebote zu leisten.
Die Möglichkeiten der Organisation von Modellkursen an den jeweiligen Universitäten sollen im Vorfeld oder im Anschluss mit potentiellen Kursleiterinnen bzw. Kursleitern ausgearbeitet werden, damit konkrete Handlungsoptionen für die Forderungen bestehen. Zuletzt geändert am 15.11.2008 um 00:58:31
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