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Pressemittteilung zum Pilotprojekt des Bologna Prozesses in der Medizin
Köln, 6. Mai 2009 Medizinstudierende fordern ein Pilotprojekt zur Abwägung der Chancen und Risiken des Bologna-Prozesses in der Medizin "Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) verabschiedete am Wochenende in Freiburg auf ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung ein Positionspapier „Pilotprojekt Bologna Prozess in der Medizin“. Darin betont sie, dass der Bologna Prozess sowohl Chancen als auch Gefahren in sich birgt. Um beides besser beurteilen zu können, wird die Etablierung eines Pilotprojekts „Bologna in der Medizin“ gefordert. Dazu sollen sich einige Fakultäten, die konkret eine Bachelor/Master –Struktur in der Medizin erwägen, untereinander absprechen, um einen den Bolognakriterien entsprechenden Studiengang zu implementieren. Es soll dabei evaluiert werden, ob solche Studiengänge die Qualität und Mobilität der medizinischen Ausbildung tatsächlich verbessern. In diesem Positionspapier weisen die Studenten explizit auf zu beachtenden Aspekte hin, die für ein solches Pilotprojekt notwendig wären. Im Mittelpunkt stehen hierbei die fakultätsübergreifende Koordination der Curricula und ein nationaler, kompetenzbasierter Lernzielkatalog sowie eine externe Qualitätssicherung. Nach Abschluss des Pilotprojektes und ausführlicher Evaluation, soll eine Entscheidung über die Befürwortung oder Ablehnung des Bologna-Prozesses gefällt werden."
Das gesamte Dokument findet ihr hier: bvmd.de/fileadmin/SCOME/Downloads/Positionspapiere_bvmd/Pilotprojekt_Bologna-Prozess.pdf
Das "Pilotprojekt" wurde auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung im Oktober 2009 vorgestellt. Wir hoffen es stößt weiterhin auf offene Ohren! Die Bachelor/Master-Struktur in der Medizin - Die Perspektive der MedizinstudierendenSeit 2003 haben die European Medical Students’ Association (EMSA) und die International Federation of Medical Students’ Asscociations (IFMSA) an der Entwicklung des Europäischen Hochschulraumes im Bereich der Medizin zusammengearbeitet, was in allgemein anerkannten Positionspapieren resultierte.
Im Juli 2007 fand die sechste Folgekonferenz zum Bologna-Prozess in Amsterdam statt. Im Laufe dieser Konferenz haben Medizinstudierendenvertreter die kontroversen Aspekte der Bachelor/Master-Struktur in der Medizin analysiert.
Interessensvertreter verschiedener Gruppierungen (z.B. aus Industrie, akademischen Einrichtungen und internationalen Organisationen) präsentierten ihre Auffassungen und informierten über Eingangskriterien, die ein Bachelor in ihren jeweiligen Gebieten erfüllen müsste.
Das Ergebnis dieser Veranstaltung ist eine einvernehmliche Erklärung über die Bachelor/Master-Struktur, wie sie in der Bologna-Deklaration dargelegt wird, über wünschenswerte Vorraussetzungen für deren Implementierung, sowie potentielle Chancen und mögliche Gefahren bei ihrer Anwendung auf das Medizinstudium.
Dieses Papier wurde auch auf der GMA-Jahrestagung 2007 in Hannover in einem Vortrag vorgestellt und erzielte durchaus große Resonanz.
Die Publikation im "German Medical Science" gehört zu den 10 Artikeln, die am häufigsten online angeklickt wurden! Medizinstudierende und der Bologna Prozess
Als die ersten internationalen Organisationen, die eine Position zur Implementierung des Bologna-Prozesses in der Medizin äußerten, verabschiedeten EMSA und IFMSA auf dem dritten Bologna-Prozess Folgetreffen in Megève (Frankreich) ein Positionspapier. Beide Organisationen begrüßten die Mehrzahl der Kernthemen, die Flexibilität, Mobilität und Qualitätssicherung unterstützen. Sie betonten die Bedeutung von drei Aspekten:
Die zweistufige Struktur nicht einzuführen, sollte allerdings keine Entschuldigung dafür sein, den übrigen Bologna-Prozess nicht umzusetzen. Ebenso wurde die Bedeutung gemeinsamer europäischer Richtlinien für den Inhalt der medizinischen Abschlüsse betont.
Ein Jahr später fand die Nachfolgekonferenz in Kopenhagen (Dänemark) statt. Die Medizinstudierenden Europas drückten ihre große Bereitschaft aus, den Qualitätsprozess in der medizinischen Ausbildung zu unterstützen: „Dennoch wurde der europäische Hochschulraum herausgefordert, die Ziele höher zu stecken. Es gibt keine Garantie, dass Qualitätssteigerung naturgemäß auf Qualitätssicherung folgt. Vielmehr ist Qualitätssicherung ein erster Schritt zur Einführung von Qualitätssteigerung. Die Bewegung von der Qualitätssicherung weg hin zu Qualitätssteigerung muss bewusst und systematisch umgesetzt werden. Diese Anstrengung beginnt mit der Einbeziehung aller Interessensgruppen, der weit verbreiteten Veröffentlichung von Evaluationsergebnissen und setzt sich fort in der Bildung eines gemeinsamen Kerncurriculums, dem systematischen Gebrauch von Verbesserungsmethoden und dem umfassenden Verständnis dafür, dass das höchste Ziel der Medizinischen Ausbildung die Verbesserung der Gesundheit unserer Bürger ist.“
In Anlehnung an die Diskussionen während der Konferenz in Kopenhagen, wurde das „European Core Curriculum – the Students’ Perspective“ während der fünften Folgekonferenz in Bristol (UK) 2006 geschrieben. Dieses ergebnisorientierte Kerncurriculum ist das erste internationale, ergebnisorientierte Kerncurriculum aus der studentischen Perspektive; es bezieht andere Curricula mit ein und spiegelt die Meinung der Medizinstudierenden Europas über die zukünftige Gestaltung ihres Studiums wieder. Das Curriculum, bestehend aus 9 Domänen mit 76 Lernzielen, beschreibt das Kernwissen und die Lernziele, die von einem europäischen Absolventen der Medizin erwartet werden. Das Kerncurriculum hat durch Präsentationen auf nationalen und internationalen Konferenzen, die Verabschiedung durch das Standing Committee of European Doctors (CPME) bei der Hauptversammlung des CPME im März 2007, die Veröffentlichung im „Medical Teacher“ und Übersetzungen ins Niederländische, Französische, Deutsche, Griechische und Spanische einen beträchtlichen Einfluss auf nationaler und internationaler Ebene erzielt. Gechichte des Bologna-Prozesses
Diese Idee fand bei anderen Bildungsministern großen Anklang und im Juni 1999 unterzeichneten 29 europäische Länder die Bologna-Deklaration und legten damit den Grundstein für den Europäischen Hochschulraum. Sie einigten sich auf regelmäßige Nachfolgetreffen und sechs Kernthemen:
Zwei Jahre später wurden auf dem ersten Nachfolgetreffen drei weitere Kernpunkte aufgenommen:
In Berlin einigte man sich auf das zehnte Kernthema (den PhD als dritte Stufe und den europäischen Forschungsraum). Es wurde beschlossen, dass für die nächsten beiden Jahre der Fokus auf den Kernthemen Förderung der Qualitätssicherung, dem zweistufigen System und der Anerkennung der Abschlüsse und Studienzeiten liegen sollte. Von 2005 an überprüften die Konferenzen den Fortschritt in Bezug auf diese Kernthemen und definierten Zielpunkte für die Arbeit bis zum nächsten Treffen. Gegenwärtig haben 46 europäische Staaten die Bologna Deklaration mit ihren Kernthemen unterzeichnet. Ihre Kernaspekte werden auch in anderen Teilen der Welt diskutiert und implementiert. Zuletzt geändert am 28.02.2010 um 18:11:37
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Bachelor Master-Struktur in der MedizinIFMSA Statement of BeliefsLinks zum Bologna-ProzessBerlin2003 - Infoseite rund um den Bologna Prozess
Sekretariats – Infos rund um den Bologna Prozess
Hier gibt es Informationen zu Weitere PositionspapiereBerlin 2008wiki.IFMSA.org/SCOME/index.php Cordoba 2009 |