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Infos zur neuen AO
Eine neue Approbationsordnung?Die Approbationsordnung, die alle Eckpunkte unseres Studiums regelt, soll auf Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit geändert werden. Anstoß waren die Diskussionen um den Arztmangel in manchen Gebieten Deutschlands, die ihr auch in den Medien verfolgen konntet. Mit einem umfassenden Versorgungsstrukturgesetz wurden einige Bereiche der ärztlichen Arbeit – speziell im Bereich der Allgemeinmedizinischen Versorgung – reformiert. Neben diesen Strukturänderungen im Ärztlichen Tätigkeitsfeld sah man es aber ebenfalls unabdingbar an, im Medizinstudium einige Dinge zu verändern, die nach Ansicht des Gesetzgebers zur Fehlverteilung bzw. dem Schwund an Medizinern nach dem Studium beitragen. Was umfasst die geplante Änderung der Approbationsordnung?Der Referentenentwurf zur Änderung der Ärztlichen Approbationsordnung, der Ende September erarbeitet und Ende Oktober noch einmal leicht modifiziert wurde, schließt folgende Eckpunkte ein:
Auf Länderebene wurde ebenfalls diskutiert, ein PJ-Quartal in der Allgemeinmedizin verpflichtend einzuführen.
Und das wird jetzt Realität?Vielleicht! Dieser komplexe Änderungsvorschlag wird nun Mitte Februar im Bundesrat abgestimmt – das heißt letztlich sind die einzelnen Bundesländer das Zünglein an der Waage. Als bvmd arbeiten wir seit Veröffentlichung des Referentenentwurfs daran, die Änderungsvorschläge noch etwas zu verbessern, denn beispielsweise sind die Vorbereitungszeiträume vor den Staatsexamina im aktuellen Referentenentwurf nur sehr knapp gefasst, so dass wenig Zeit zum lernen bleibt. Auch sehen wir eine vermehrte Verankerung der Allgemeinmedizin kritisch, da nicht immer mehr Inhalte ins Studium transferiert werden können – je nachdem welche Fachrichtung gerade einen Mangel erlebt. Wichtigstes Thema ist im Moment aber die Mobilität im PJ, für die wir uns schon so lange einsetzen und die jetzt endlich Realität werden könnte. Allerdings wehren sich im Moment noch die Fakultäten gegen diesen Schritt, und viele Wissenschaftsministerien sind ebenfalls überzeugt, dass man qualitativ hochwertige Ausbildung nur am Universitätsklinikum gewähren kann. Wir probieren deshalb, in Gesprächen mit Gesundheits- und Wissenschaftsministerien aller 16 Länder die Position der Studierenden zu vertreten und für die Mobilität im PJ zu kämpfen. Am 09. Februar sind wir auch noch einmal bei Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr zum Gespräch eingeladen und können dort ausgiebig über die Änderung der Approbationsordnung sprechen. Was könnt ihr tun?In diesem online-Info-Paket möchten wir euch umfangreiche Materialien zu kommen lassen, die einerseits dazu dienen sollen, euch umfassend zu informieren und euch ausreichend Möglichkeit zu geben, euch in die doch recht umfangreiche Materie einzulesen. Gern stehen wir euch bei allen Fragen zur Verfügung und freuen uns auf eure Ideen. Andererseits möchten wir euch bitten, die Infos – und sei es nur durch das Info-Textchen – an eure Studierenden weiter zu geben, damit diese ausreichend über die geplanten Änderungen informiert sind. Natürlich würden wir uns sehr freuen, wenn wir selbst mit aktiv werdet im Kampf für Mobilität im PJ und die Splittung des Hammerexamens. Und natürlich dagegen, dass immer mehr Pflichtelemente wie das erwähnte Pflichtquartal in der Allgemeinmedizin Einzug ins Studium halten. Meldet euch einfach – unter sek-AO@bvmd·de.
FlyerZuletzt geändert am 13.02.2012 um 00:40:09
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