Wissensdurst? Das Praktische Jahr soll den Studierenden als letzter wegbereitender Schritt in ihren Beruf als Arzt dienen. Neben dem Erlernen von praktischen Fertigkeiten und dem Mitarbeiten im Krankenhausalltag, soll den Studierenden durch aktive Lehre am Krankenbett und Fortbildungen praxisnah Wissen vermittelt werden. Dieses Wissen bildet eine wichtige Basis für ihre spätere Arbeit als Arzt, vor allem am Beginn ihrer beruflichen Tätigkeit. Auch wenn es bereits vorbildliche Kliniken gibt, die Seminare für Studierende im Praktischen Jahr anbieten und engagierte Ärzte, die bemüht sind, den Studierenden Wissen zu vermitteln, sieht die Realität vielerorts anders aus: Die Studierenden werden zu Hilfsarbeiten, wie Blutabnehmen und Aktensortierung, zu lästigen Anrufen und Patiententransporten abkommandiert. Oft stehen die Lehre und das Lernen als letztes auf der Liste oder werden ganz vergessen. Visiten werden verpasst, lehrreiche und interessante Untersuchungen und Behandlungen ohne die Studierenden durchgeführt. Auf diese Weise wird der Wissendurst der Studierenden sicher nicht gestillt und sie fühlen sich degradiert. Sicher erwarten wir keine persönliche Rundumbetreuung und sind auch gerne bereit, die Ärzte bei ihrer täglichen Arbeit so gut wie möglich zu unterstützen. Trotzdem ist das Praktische Jahr noch Teil unseres Studiums und wir wollen dieses wertvolle Ausbildungsjahr nicht verschenken. |