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Vielen Dank an Alexander Laske für das geduldige Zusammentragen der meisten hier gelisteten Filme

 

 

Cameron Duncan - Inspiration for 'Into the West'

 

Extended DVD-Edition “Herr der Ringe 3”

Dauer: 32 min

US 2003

 

 

 

Dokumentation über die Inspiration, durch den krebskranken jungen neuseeländischen Filme-macher Cameron Duncan, für den Titelsongs „Into the West“ („Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“), der von Annie Lennox gesungen wurde.

 

delta „Tod sicher? – Menschenwürdiges Sterben“

 

Moderation Gert Scobel

3sat, 01.12.05 (21:00-22:00 Uhr)

Dauer: 58 min

D 2005

 

 

Wir sind ein Entwicklungsland in Sachen Palliativmedizin - eine langfristige palliativmedizinische Perspektive ist mehr als nötig. Die Tatsachen sprechen allerdings eine andere Sprache. In Deutschland, einem Entwicklungsland in Sachen Palliativ- und Schmerzmedizin, kommen neuesten Zahlen zufolge gerade mal neun Betten für palliativmedizinische Betreuung auf eine Million Einwohner. Auch die Ausbildung der Ärzte ist bislang weder auf die steigende Zahl alter, auch psychisch zu betreuender Menschen noch auf Sterbebegleitung ausgerichtet. Das "Grundprinzip Leben", das vor allem von den Kirchen hochgehalten wird, scheint absoluten Vorrang zu haben. Der Wunsch, selbstbestimmt und in aller Freiheit sterben zu wollen, wird dabei ausgeblendet.

Wie kann dieser Missstand behoben werden? Lässt er sich überhaupt beheben, ohne Grundwerte außer Kraft zu setzen? Ist es möglich, ethische und juristische Standards für die Sterbebegleitung zu entwickeln? Wie sollen wir in Zukunft mit einer steigenden Zahl sterbewilliger Patienten umgehen, die teilweise gegen ihren erklärten Willen nur durch Apparate am Leben erhalten werden?

Gäste bei delta: Petra Gehring, Professorin für Philosphie an der TU Darmstadt; Dietrich Grönemeyer, Institut für Mikrotherapie in Bochum; Klaus Kutzer, Vorsitzender Richter am BGH a.D.

 

 

DFK 6498

 

Film von Cameron Duncan

Extended DVD-Edition “Herr der Ringe 3”

Dauer: 5 min

NZ 2003

 

 

 

Kurzfilm des krebskranken Cameron Duncan mit autobiografischem Hintergrund.

 

Diagnose Krebs: Leben, was sonst?

 

Film von Frank Plasberg und Jürgen Schulte

ARD, 03.04.06 (21:45-22:15 Uhr)

Dauer: 29 min

D 2006

 

 

 

„Sie haben Krebs!" Es ist dieser eine Satz, der für viele immer noch wie ein Todesurteil klingt. Wer als Betroffener dann sagt: „Einspruch, ich will leben!", der kann zwar auf immer bessere medizinische Unterstützung hoffen - aber die will hart erarbeitet sein. Am Beispiel einer Brustkrebspatientin zeigt Frank Plasberg („Hart aber fair"), dass der Weg zur Heilung einem Dschungel-Pfad gleicht. Wer glaubt, dass nach der Diagnose auf Knopfdruck die Medizin-Maschinerie sofort rund läuft, der täuscht sich. Schnelle Termine wollen erkämpft sein, Informationen über Therapie-Alternativen müssen mit kühlem Kopf gesammelt und bewertet werden - und das alles kurz nach dem Diagnose-Schock. Kassen-Patienten lernen bald, dass sie zwar im Prinzip dieselben Therapie-Möglichkeiten haben wie Privatpatienten, dass sie aber mehr eigenen Druck machen müssen und: dass im Zweifelsfall die persönliche Bekanntschaft mit einem Arzt mehr hilft als der Überweisungsschein. Frank Plasberg und Jürgen Schulte versuchen in dieser Reportage die Welt der Verantwortlichen mit der Welt der Betroffenen zusammenzubringen.

 

Die Ohnmacht der Ärzte

 

Film von Yvonne Menne

ARD, 15.02.06 (23:25-00:05 Uhr)

Dauer: 43 min

D 2005

 

 

 

Allzu oft muss er als Arzt seinen Patienten eingestehen, dass er kaum noch etwas gegen ihre Krankheit tun kann - außer die Schmerzen zu lindern. Eine Extremsituation für Arzt und Patient.

Der Frankfurter Hausarzt Dr. Sohn betreut Sterbende zu Hause. Da ist die Angst der Angehörigen, mit dem Todkranken allein zu bleiben. Da ist die Furcht des Patienten vor quälenden Schmerzen. Medikamente allein reichen oft nicht mehr aus. Vor allem Zuspruch und Beistand sind vom Arzt gefordert. All das zusammen wird für Dr. Sohn manchmal zur schweren Bürde. Sein eigenes Familienleben leidet darunter, das Schicksal der Patienten lässt ihn nicht los.

Die Medizinstudentin Sandra Stippich will später als Arzt Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten. Sie hat früher jahrelang als Physiotherapeutin auf der Intensivstation einer Unfallklinik gearbeitet, hatte es mit Querschnittgelähmten und Komapatienten zu tun. Dort hat sie erlebt, wie Mediziner im Alltagsgeschehen abstumpfen können. Respekt vor dem Kranken und die Wahrung der Würde des Patienten machen für sie den idealen Arzt aus.

Wer seinen Arztberuf ernst nimmt, leidet irgendwann unter der eigenen Ohnmacht. Nicht zufällig ist die Selbstmordrate unter Ärzten höher als in vielen anderen Berufsgruppen. Doch während der Ausbildung werden sie zu wenig auf diese Seiten ihres späteren Berufs vorbreitet.

Ärzte wollen helfen und heilen nach bestem Wissen und Gewissen. Aber reicht dieses traditionelle Berufsbild auf Zukunft? Medizinischer Fortschritt, moderne Biowissenschaften, der enorme ökonomische Druck konfrontieren Ärzte mit neuen ethischen Herausforderungen. Noch nie mussten in der Bundesrepublik Ärzte aus Kostengründen unter ihren Patienten „selektieren“ - denn nicht für jeden ist immer jede Behandlung möglich. Andererseits war aber noch nie so viel medizinisch machbar und entsprechend teuer. Die Ethik des Arztberufes kommt an ihre Grenzen – neue Fragen verlangen neue Antworten!

Moderation: Meinhard Schmidt-Degenhard

 

 

Elisabeth Kübler-Ross – Dem Tod ins Gesicht sehen

 

Film von Stefan Haupt

arte, 31.08.04 (21:45-22:45 Uhr)

Dauer: 61 min

CH 2002

 

 

 

Elisabeth Kübler-Ross hat sich ihr Leben lang mit dem Sterben beschäftigt und damit Weltruhm erlangt. Mit 23 Ehrendoktor-Titeln ist sie wahrscheinlich die akademisch meist ausgezeichnetste Frau der Welt. Ihr Engagement als Ärztin, Wissenschaftlerin und Autorin hat nach eigenem Bekunden «das Sterben aus der Toilette geholt» und Sterbebegleitung überhaupt erst zum Thema gemacht. Der Kampf gegen die Tabuisierung des Todes in der westlichen Welt verbindet sich mit der Reibung an Autoritäten. Nicht zuletzt in der Konfrontation mit dem engen Weltbild der Schulmedizin und beeindruckt von Nah-Tod-Erfahrungen dringt Elisabeth Kübler-Ross in neue Grenzbereiche vor.

1926 in Zürich geboren, studierte sie gegen den Willen ihrer Eltern Medizin und kämpfte in den USA um Anerkennung als Psychiaterin. 1969 erlangte sie durch ihre Arbeit mit Sterbenden in Chicago und durch ihr Buch «On Death and Dying» («Interviews mit Sterbenden») internationalen Ruhm. Es folgten unzählige Workshop- und Vortragsreisen durch die ganze Welt und der Aufbau eines eigenen Zentrums in Virginia. 1994 wurde das Wohnhaus ihres Zentrums durch Brandstiftung zerstört - Anwohner fürchteten, sich mit Aids zu infizieren. Heute lebt die Schwei-zer Ärztin nach mehreren Schlaganfällen zurückgezogen in Arizona, nahe jenem Übergang, den sie selber so leidenschaftlich erforscht hat.

Im Zentrum des Films stehen die Gespräche mit Elisabeth Kübler-Ross in Arizona. Zu sehen ist eine psychisch vitale Frau, geistig glasklar, voller Humor und immer noch unbequem. Sie blickt auf ihr Leben zurück, erzählt von ihrer Kindheit, ihrer Arbeit mit Sterbenden und Aids-Kindern und davon, wie sie mit ihrem eigenen Altern und Sterben umzugehen versucht.

Statements ihrer beiden Drillingsschwestern, Interviews mit Freunden und Mitarbeitern sowie reichhaltiges Archivmaterial runden dieses angenehm unprätentiöse und differenzierte filmische Portrait ab.

 

 

Fünf Reisen durchs Leben - Sterben

 

Film von Philippe Molins

arte, 30.08.06 (21:40-23:20 Uhr)

Dauer: 52 min

F 2006

 

 

 

„5 Reisen durchs Leben“ ist eine fünfteilige Doku-Reihe über grundlegende, universelle Aspekte des menschlichen Lebens. Es geht dabei um die wichtigsten Erfahrungen und Entwicklungsschritte im Leben eines Menschen, unabhängig von Zeit und Kultur.

 

Jede Folge der Reihe beleuchtet eine der fünf Schlüsselphasen im menschlichen Dasein: Geburt, Jugend, Heiraten, Eltern sein und Sterben, und zwar in fünf unterschiedlichen Kulturkreisen. Im Mittelpunkt stehen Einführungsrituale, ungewöhnliche Zeremonien und Familienfeste, aber auch Details aus dem täglichen Leben, Anekdoten und persönliche Begegnungen.

Dabei werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen fünf großen Weltreligionen (Islam, katholisches und protestantisches Christentum, Judentum und Hinduismus) deutlich.

Weiterhin bemerkenswert ist die Tatsache, dass an jeder Folge fünf verschiedene Regisseure beteiligt waren. Jeder Regisseur widmete sich einem anderen Land und einer anderen Religionsgemeinschaft: Protestanten in Südafrika, sunnitischen Moslems im Libanon, Hindus in Indien, Katholiken auf den Philippinen und Juden in Argentinien. Die Länder wurden vor allem danach ausgewählt, ob sie ihren Bürgern das Recht auf freie Meinungsäußerung und Religionsausübung gewähren. Denn die Filme sollen Menschen und Familien zeigen, die ein modernes Leben führen und zugleich in der Tradition verwurzelt sind, und die keine fanatische Einstellung zur Religion haben.

Angesichts des wachsenden Extremismus in der Welt ist die identitätsstiftende Wirkung von kulturellen oder religiösen Gemeinschaften zu einem heiklen Thema geworden. Die Doku-Reihe macht deutlich, was allen Menschen gemeinsam ist – trotz ihrer Unterschiede und ihrer Zugehörigkeit zu Religionsgruppen, die einander oft feindlich und mitunter auch mit großer Gewalt begegnen.

 

 

Isoldes letzter Sommer

 

Film von Johannes Backes

ZDF, 21.01.03 (21:15-22:45 Uhr)

Dauer: 30 min

D 2003

 

 

Es ist Isoldes erste Reise und es soll ihre letzte sein. Im August 2002 will Isolde in die Schweiz zu fahren, um dort ihr Leben zu beenden. Ein Leben, das Isolde schon lange nicht mehr lebenswert findet. Seit ihrer Kindheit leidet sie an einer unheilbaren Nervenkrankheit. Ihre Angehörigen – sie lebt mit Bruder, Schwägerin und zwei Nichten auf einem Hof in einem kleinen rheinländischen Dorf – wollen sie behalten und wissen doch, dass sie fahren wird. Der Bruder ist verzweifelt darüber, dass es keiner aus der Familie über sich bringt, Isolde auf dem letzten Weg zu begleiten. So fährt Isolde nur mit einem befreundeten Arzt und dem Kamerateam in die Schweiz.

 

 

Ich lache dem Tod ins Gesicht - Lisa Werners Kampf mit dem Krebs

 

Film von Till Quitmann

WDR, 20.11.2011 (15:30-16:00 Uhr)

Dauer: 30 min

D 2011

 

 

Die Diagnose Krebs lässt viele Menschen erstarren oder in Depressionen verfallen. Nicht so Lisa Werner: Mit 49 Jahren erfährt die Kölnerin, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist. Sie akzeptiert ihr Schicksal - und kämpft eindrucksvoll um ein lebenswertes Leben auch in der letzten Phase.

Lisa Werner ist unheilbar erkrankt.

Ihr Motto: Auch Sterbenskranke dürfen leben und lachen! An ihren Gedanken lässt sie Mitmenschen, andere Patienten und die Öffentlichkeit ganz unverblümt teilhaben.

WDR-Autor Till Quitmann, Kameramann Christoph Heiming und Peter Treek lässt sie ganz nah an sich heran - auch als sie schon deutlich vom Krebs gezeichnet ist. "In vielen Situationen ist mir fast die Luft weggeblieben, so beeindruckt war ich von Lisa Werner bei den Dreharbeiten. So eine persönliche Geschichte erlebt man nur einmal in einem Berufssleben," erinnert sich Kameramann Christoph Heiming. In acht Beitr‰gen für die "Lokalzeit" aus Köln haben die Zuschauer Lisa Werners Weg bis zum Tod mitverfolgt - aus dem Material ist nun ein bewegendes Feature entstanden.

 

Leben bis in den Tod

 

Film von Markus Reher

3sat, 01.12.05 (20:15-21:00 Uhr)

Dauer: 44 min

D 2005

 

 

Die Intensivmedizin zieht das Sterben oftmals künstlich in die Länge - viele Menschen empfinden das als eine entwürdigende Qual. Die Palliativmedizin hat es sich zum Ziel gesetzt, unheilbar kranken Menschen zu helfen, bis in den Tod menschenwürdig und möglichst beschwerdefrei zu leben. Doch solche Hilfe erfordert Fachkenntnisse weit über das herkömmliche schulmedizinische Wissen hinaus und verlangt ständige Einsatzbereitschaft des medizinischen Personals. Doch das ist derzeit nicht leistbar. Für die letzte Lebensphase ist im Gesundheitssystem kein Geld vorhanden. Aus palliativmedizinischer Sicht ist Deutschland Entwicklungsland. Besonders prekär ist die Lage bei der ambulanten Versorgung. Im Raum Regensburg versorgt eine niedergelassene Ärztin mit Hilfe eines eingespielten Teams aus Intensivpflegern und Hospizhelfern Palliativpatienten zu Hause. Ihr Engagement finanziert sich durch Spenden und einen Förderverein. In Dresden hat es ein Pilotprojekt in die Regelfinanzierung des Gesundheitssystems geschafft. Ein Team aus Ärzten und Pflegepersonal leistet neben der Krankenhausarbeit auf der Palliativstation auch ambulante Hilfe zu Hause.

Der Film zeigt, wie menschlich und würdig "Leben bis in den Tod" sein kann.

 

 

Letzte Tage Leben

 

Film von Barbara Strupp

ARD, 31.10.04 (17:30-18:00 Uhr)

Dauer: 28 min

D 2004

 

 

 

"Man kann hier nur arbeiten, wenn man den Tod nicht als Feind ansieht, sondern mit ihm eine Art Freundschaft geschlossen hat." Die Ärztin Ingeborg Jonen-Thielemann begleitet seit mehr als 20 Jahren Krebspatienten bis zu ihrem Tod. Sie ist eine der Gründerinnen der damals ersten Palliativstation in der Bundesrepublik, des Dr. Mildred Scheel Hauses in der Kölner Uniklinik.

Jonen-Thielemann will dem Sterben im Krankenhaus einen Platz geben. Die meiste Zeit verbringt sie am Bett ihrer Patienten, hört zu, fragt nach. Was möchten die Patienten noch zu Ende bringen, bevor sie sterben? Wovor haben sie Angst? Zum Beispiel Michèle Jansen, 54 Jahre, die weiß, dass ihr nur noch wenige Tage bleiben. Und Martina Thelen, 44 Jahre, die entscheidet, dass sie nicht mehr künstlich ernährt werden möchte. "Wenn ein Mensch mit seinem Leben im Reinen ist, dann ist Sterben für ihn kein Problem, dann kann der Tod ein ganz friedliches Gesicht haben. Das habe ich von meinen Patienten gelernt", sagt die Ärztin

 

 

Marias letzte Reise

 

Film von Rainer Kaufmann

ARD, 03.04.06 (20:15-21:45 Uhr)

Dauer: 89 min

D 2004

 

 

 

Maria Stadler will raus aus dem Krankenhaus und zurück in ihre geliebte Umgebung am Staffelsee in Oberbayern. Auf ihrem Hof, bei ihren Blumen, Büchern und duftenden Obstbäumen möchte sie die letzten Tage ihres Lebens verbringen. Nicht noch eine Chemotherapie, die sie längst nicht mehr heilen kann und von entsetzlichen Nebenwirkungen begleitet ist.

Selbst Klinikchef Dr. Osterhahn, der Maria schon seit seiner Kindheit kennt, kann die temperamentvolle alte Dame nicht aufhalten. Da sich Marias Sohn Simon um den Hof kümmern muss und mit der Pflege seiner Mutter völlig überfordert wäre, schickt Dr. Osterhahn seine beste Pflegekraft, Schwester Andrea, mit: Sie soll sich während ihres Urlaubs um Maria kümmern und sie davon überzeugen, dass sie im Krankenhaus medizinisch besser versorgt werden kann.

Doch Andrea prallt mit der eigensinnigen alten Dame zusammen, als sie versucht, die übliche Routine ihres streng organisierten Klinikalltags auf Marias Heim zu übertragen. Maria ist nicht davon begeistert, dass ihr jeder spontane Schritt untersagt wird und die letzten Lebensstunden streng reglementiert werden. Während Pflegeschwester und Patientin ständig aneinander geraten, wachsen zwischen den beiden aber auch Zuneigung und Respekt. Auch Simon scheint Andrea immer sympathischer zu finden.

Nachdem Maria erneut einen Zusammenbruch erlitten hat und deshalb von Dr. Osterhahn ins Krankenhaus eingewiesen wurde, packt Andrea dort kurzerhand Marias Sachen und bringt sie wieder nach Hause.

Andrea hat gelernt, Marias letzten Willen zu akzeptieren und möchte ihr einen würdevollen Abschied im Kreise der Familie ermöglichen. Und sie hat gelernt, dass sie mit der üblichen Kran-kenhausroutine nicht weiterkommt. Deshalb holt sie sich Rat und medizinische Unterstützung bei einem Hospiz. Sie hilft der alten Dame, ihre letzten Wünsche zu erfüllen und die Dinge zu lösen, die Maria noch zu Ende bringen will. An Marias Seite erfährt Andrea nicht nur die Bedeutung und die Tragweite der Sterbebegleitung, sondern lernt auch, ihr eigenes Leben und Glück in die Hand zu nehmen.

 

 

Mein Tod gehört mir

 

Film von Thomas Michel und Sebastian Bösel

ARD, 01.11.06 (23:20-00:05 Uhr)

Dauer: 45 min

D 2006

 

 

 

Die letzten beiden Wochen seien Wahnsinn gewesen, sagt Johann B. Täglich seien Leute gekommen, das ganze Dorf. So viel Freundschaft. So viele gute Gespräche. Er habe sich von allen verabschiedet. Und sei immer ruhiger geworden. Keine Angst, höchstens ein bisschen nervös sei er, dass alles so klappt, wie er es vorhabe: die weite Fahrt, 600 Kilometer in die Schweiz; die letzte Untersuchung beim Arzt; und dann der Schlussakt in der Wohnung der Sterbehilfeorganisation. Dort wird er ein tödliches Medikament einnehmen und sterben. Das Taxi ist bestellt, für morgen. Johann B. ist einer der vielen schwer kranken Menschen aus Deutschland, die jedes Jahr die letzte Reise in die Schweiz antreten. Er ist 49 Jahre alt und leidet seit vier Jahren an Amyotropher Lateralsklerose, ALS. Die tödliche Nervenkrankheit lähmt nach und nach sämtliche Muskeln in seinem Körper. Der Körper wird sein Gefängnis werden. Nicht mehr reden, nicht mehr essen, nicht mehr sprechen können: Dieses Ende will er sich ersparen. Seit die Schweizer Organisation Dignitas über ein Büro in Deutschland verfügt, hat sich die Debatte über Sterbehilfe hierzulande verschärft. Das Ziel von Dignitas: den assistierten Suizid in Deutschland erleichtern. Dignitas-Gründer Ludwig A. Minelli will Schwerstkranken unter bestimmten Voraussetzungen das tödliche Medikament Natriumpentobarbital zur Verfügung stellen dürfen, mit dem sich der Patient dann selbst schnell und schmerzlos töten kann. Die Antwort der Politik: eine Bundesratsinitiative, um die Vermittlung von Sterbehilfe unter Strafe zu stellen. Die Autoren Thomas Michel und Sebastian Bösel nehmen das Anliegen von Dignitas auf. Was spricht dagegen, den Weg zum assistierten Suizid zu erleichtern? Und was dafür? Warum dürfen Patienten wie Johann B. in Deutschland - in juristisch exakt festgelegten Grenzen - nicht frei über ihren Tod entscheiden? Und warum wagt sich die Politik an dieses heiße Eisen nicht heran? Fest steht: Der Gesetzgeber mag sich mit Fragen zur Sterbehilfe nicht auseinander setzen. "Die Politik scheut sich, das Thema Sterbehilfe rechtlich zu regeln", kritisiert der Bonner Strafrechtler Prof. Torsten Verrel. Und der ehemalige Vorsitzende Richter am Bundesgerichtshof Klaus Kutzer legt nach: "Dass wir hier keine Regelungen haben, ist ein unhaltbarer Zustand." Es könne nicht sein, dass die Verordnungen zum Dosenpfand meterdicke Ordner füllten und die Politik bei der Sterbehilfe seltsam stumm bleibe. Wie frei dürfen Menschen über ihren Tod entscheiden? Im Zentrum des Films: die Geschichte von Johann B. Die Autoren begleiten den schwer kranken Mann in den letzten Wochen seines Lebens. Auch in die Schweiz. Dort hat Johann B. mit Hilfe der Schweizer Sterbehilfeorganisation "Ex-International" im April 2006 sein Leben beendet.

 

Nicht weinen, Mama - Leben und Sterben im Kinderhospiz

 

Film von Holger Vogt

ARD, 24.09.07 (21:00-21:45 Uhr)

Dauer: 45 min

D 2006

 

 

Das Kinderhospiz Sternenbrücke in Hamburg war bei der Gründung vor drei Jahren erst das zweite seiner Art in ganz Deutschland - obwohl 22.000 Kinder im Land unheilbar krank sind. Das Hospiz will Kindern helfen, "am Ende ihres Lebens einen würdevollen Weg bis zu ihrem Tod gehen zu können" und bietet Erkrankten sowie ihren Geschwistern und Eltern die Betreuung durch Seelsorger und Krankenschwestern bzw. -pflegern, Schmerztherapeuten, Sozialarbeitern und Trauerbegleitern an.

Für seinen Film "Nicht weinen, Mama" begleitete ein NDR Team um Holger Vogt ein halbes Jahr lang das Leben von Familien zuhause und in dem Kinderhospiz. Die Dokumentation handelt von Eltern, die um das Leben ihrer Kinder bangen: um das Leben des 13-jährigen Marcel, der nur noch atmet, weil eine Maschine ihm hilft, der aber niemals die Hoffnung verliert. Oder Filis, 7 Jahre alt; die Ärzte gaben ihr nach der Geburt nur noch ein paar Wochen Lebenszeit. Und von dem 5-jährigen Melvin, der ein gesunder Junge war, bis eines Nachts ein Fieberkrampf fast sein Leben auslöschte.

 

 

Recht brisant - Sterbehilfe

 

Moderation Bernd-Ulrich Haagen

3sat, 06.09.06 (20:15-20:45 Uhr)

Dauer: 28 min

D 2006

 

 

 

Magazin, in dem über Gerichtsentscheidungen zu bestimmten Themen berichtet wird - Thema: Sterbehilfe - Vom Leiden erlösen oder am Leben erhalten (Hintergrundberichte zur juristischen Problematik der Sterbehilfe).

 

Schwerstkranke Patienten ohne Chance auf Heilung wünschen sich oft nur noch den Tod. Wer nicht mehr in der Lage ist, seinem Leben selbst ein Ende zu setzen, bittet Angehörige oder Ärzte um Hilfe - und treibt diese damit in einen moralische Zwiespalt, denn die aktive Sterbehilfe ist in Deutschland nach wie vor strafbar. Erst im Juli hat sich der Nationale Ethikrat erneut mit dem Thema befasst, und auch auf dem Deutschen Juristentag im September wird wieder über die Strafbarkeit der Sterbehilfe diskutiert werden. In den Nachbarländern Deutschlands wird das Thema anderes gehandhabt: In den Niederlanden ist die aktive Hilfe zum Suizid unter strengen Voraussetzungen erlaubt, und in der Schweiz ist zumindest der Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen unter weniger strengen Anforderungen als in Deutschland möglich.

Studiogast: Klaus Kutzer, Vorsitzender Richter am BGH a.D.

 

 

Sterbezeit ist Lebenszeit

 

Film von Max Kronawitter

BR, 29.11.07 (11:55-12:40 Uhr)

Dauer: 45 min

D 2007

 

 

Die gesetzliche Zulassung der Sterbehilfe in Deutschland beschäftigt Menschen und Medien seit langem. Währenddessen suchen Seelsorger und Mediziner, Pflegekräfte und Hospizmitarbeiter nach Wegen, die Versorgung von Sterbenden so zu gestalten, dass auch das Ende des Lebens zumindest erträglich oder besser noch lebenswert ist. Ein Schwerpunkt der Forschung ist München mit dem interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin am Klinikum Großhadern.

Der Neurologe und Palliativmediziner Gian Domenico Borasio und seine Mitarbeiter entwickeln zusammen mit den Theologen Traugott Roser und Thomas Hagen neue Aspekte der "palliative care". Die spirituellen Wurzeln und Bedürfnisse des Patienten geraten dabei genauso in den Blick wie das Therapieziel und ein neuer, offener Umgang mit dem Thema Sterben: Um die Autonomie des Patienten zu stärken, damit aus dem Lebensschutz kein Lebenszwang wird und das Leben bis zum letzten Tag diesen Namen verdient.

Diese neuen Wege verändern nicht nur die Arbeit in den Kranken- und Sterbezimmern, sondern auch die Menschen selbst. Der Film ist eine Begegnung mit den Patienten und Mitarbeitern einer Palliativstation und den differenzierten Fragen, die sich ihnen mit ihrer Annäherung an eine neue Art der "Sterbehilfe" stellen.

 

 

Streit am Sterbebett – Was Patienten wollen und Ärzte dürfen

 

Film von Ulli Wendelmann

mdr, 18.11.04 (22:35-23:05 Uhr)

Dauer: 30 min

D 2004

 

 

 

Nach zwei Gehirnschlägen konnte Ilse Kähler sich nicht mehr bewegen, nicht mehr sprechen, nicht mehr schlucken. Für diesen Fall hatte die 93-Jährige in einer Patientenverfügung dokumentiert: keine Lebensverlängerung durch Apparatemedizin. Doch mit Hilfe einer Magensonde hielten Ärzte das Leben der alten Frau aufrecht. Nur mit Hilfe von Anwälten, Gutachten und Gerichtsprozessen konnten die drei Töchter den Willen ihrer todkranken Mutter durchsetzen. Erst nach einjährigem Kampf der Angehörigen durfte Ilse Kähler in Würde sterben. Viele Menschen ängstigt diese Vorstellung: Wochen, Monate, Jahre ohne Bewusstsein zu sein, nur durch künstliche Beatmung, Magensonden oder Infusionen am Leben erhalten zu werden. Aus Angst, einer solchen sinnlosen Sterbeverlängerung ausgesetzt zu sein, haben mehr als sieben Millionen Bundesbürger eine Patientenverfügung ausgefüllt. So auch Peter Städtler, Fahrradhändler in Dresden. Der 64-Jährige leidet seit über einem Jahr an Magen-Darm-Krebs. Zusammen mit seiner Ärztin Barbara Schubert vom Sankt Josef-Stift hat er schon einmal vorsorglich überlegt, was er sich für eine Verlängerung seiner Lebenszeit zumuten will und was nicht. Barbara Schubert ist Palliativmedizinerin und begrüßt Patienten-verfügungen.

 

Strike zone

 

Film von Cameron Duncan

Extended DVD-Edition “Herr der Ringe 3”

Dauer: 11 min

NZ 2003

 

 

Cameron Duncan's semi-autobiographical short film, made shortly before his death. Cameron learns that he has cancer and has two months to live. A huge softball fanatic, he decides to spend his remaining time coaching a team and making them great.

 

"Tele-Akademie”

 

SWR, 09.12.07 (08:30-09:15 Uhr)

Dauer: 45 min

D 2007

 

 

Klaus Kutzer: Sterben in Deutschland aus der Sicht der Verfassung

 

Prof. Dr. Wolfgang van den Daele: Tod und Sterbehilfe im internationalen Vergleich

 

Obwohl Tod und Sterben in unserer medialen Gesellschaft allgegenwärtig sind, ist das individuelle Sterben mehr als früher tabuisiert und entfremdet. Gleichzeitig führen die neuen medizinischen Lebensverlängerungsmöglichkeiten dazu, dass viele Menschen am Lebensende ihre Autonomie verlieren. Wie, mit welchen Mitteln und wie lange soll ein Mensch durch medizinische Maßnahmen am Leben erhalten werden? Wie kann er über sein Sterben bestimmen? Weder die geltenden Gesetze noch das Grundgesetz enthalten genaue Normen zum Umgang mit Tod und Sterben. Die beiden Vorträge dieser Sendung beleuchten die verfassungsrechtlichen Aspekte der Situation Sterbender in Deutschland und die vieldiskutierte Frage der Sterbehilfe im internationalen Vergleich. Klaus Kutzer war bis 2001 Vorsitzender Richter des 3. Strafsenats des Bundes-gerichtshofs. Für seinen Einsatz für die Hospizbewegung wurde er mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Prof. Dr. Wolfgang van den Daele lehrt Soziologie an der Freien Universität Berlin. Er ist Direktor der Abteilung "Zivilgesellschaft und transnationale Netzwerke".

 

This is my story (part 1+2)

 

Film von Benjamin Breedlove

Youtube, 28.12.2011

Dauer: insg. etwa 7 min

Veröffentlichung: USA 2011

 

Spiegel-Artikel vom 30.12.2011

Youtube-Hit "Ich dachte wirklich, das war's, ich sterbe"

 

 

Im Alter von 18 Jahren hat Benjamin Breedlove bereits mehrere Nahtoderfahrungen hinter sich. Der Grund dafür ist seine lebenslange Herzerkrankung. Ohne Worte, nur mittels kleiner handbeschriebener Karten erzählt er von seinem Leben und allem, was er hören, sehen und fühlen konnte, wenn sein Herz aussetzte.

Wenige Tage nach Fertigstellung der Videos starb Benjamin Breedlove. Sein Tod löste ein großes Medienecho aus. Auch der Spiegel berichtete (s. Artikel).

 

Unheilbar – die letzten Wochen des Johnny Kennedy

 

(„The Boy Whose Skin Fell Off“)

Film von Jackson Booth-Millard

RTL2, 12.09.06 (22:15-23:20 Uhr)

Dauer: 50 min

GB 2004

 

 

Dies ist die Geschichte von Jonny Kennedy. Jonny ist krank, unheilbar krank. Der 36-Jährige leidet an der seltenen Hautkrankheit Epidermolysis Bullosa, in deren Verlauf sich immer mehr Haut vom Körper löst. In den letzten vier Wochen vor seinem Tod lässt sich Jonny auf eigenen Wunsch von einem Kamerateam begleiten, denn er hat sich noch viel vorgenommen. Er möchte sich seinen Sarg aussuchen, seine Grabstätte, und er möchte eine Housewarming-Party für all seine Freunde, Bekannte und Verwandte veranstalten. Schließlich erfüllt er sich auch noch den Wunsch zu fliegen.

 

Vor Ort - die Reportage “Ich halte dich, wenn du gehst - Sterbebegleitung im Hospiz”

 

Film von Andreas Szelenyi

BR, 20.11.07 (21:15-21:45 Uhr)

Dauer: 30 min

D 2007

 

 

"Wenn die Angst nachlässt, Frieden mit dem Leben gemacht wird, dann haben wir das Wichtigste erreicht", sagt Schwester Angela, "dann wird Sterben möglich." Die Benediktinerin leitet den ambulanten Dienst des Hospizvereins "Pfaffenwinkel". Ihre Worte rühren an den Nerv einer Gesellschaft, die glaubt, alles im Griff zu haben, aber die Angst vor dem Tod ständig verdrängt.

Loslassen können - keine Kunst, die hierzulande gelehrt wird, wie BR-Reporter Andreas Szelenyi feststellt. Umso wichtiger ist die professionelle Begleitung durch Menschen, wie Schwester Angela und die rund 140 Ehrenamtlichen, die sie anleitet, als auch Ärzte, die sterbemedizinisch ausgebildet sind.

Sterbende werden in der kleinen Hospizstation mit acht Betten in Polling bei Weilheim und zu Hause betreut. Nicht nur sie sind oft in großer seelischer und körperlicher Not, auch ihre Angehörigen sind von dem existenziellen Geschehen meist überfordert.

"Sterbehilfe ist für uns tabu. Aber wir tun alles, um Schmerzen und Ängste zu lindern", sagt Karlheinz Gaisbauer, der Leiter des Hospiz. "Wir bieten den Menschen den Halt, den sie brauchen, um aus dem Leben gehen zu können."

 

Wenn Kinder sterben

 

Film von Katrin Kramer

arte, 31.08.04 (20:45-21:45 Uhr)

Dauer: 62 min

D 2004

 

 

 

Der lange Abschied - Die Familien vom Sonnenhof

Der Tod eines Kindes ist für Eltern wohl das Schlimmste, was ihnen widerfahren kann. Oft geht diesem Tod eine lange Leidenszeit des Kindes voraus, die für die meisten Betroffenen eine ungeheure psychische und physische Belastung bedeutet. In Berlin-Brandenburg ist vor kurzem das Kinderhospiz Sonnenhof" entstanden, eine Einrichtung, in der Eltern mit ihren todkranken Kindern Hilfe und Geborgenheit finden können. Wenn ein Kind stirbt, ist das wohl das Schlimmste, was Eltern passieren kann. In Deutschland leben zurzeit rund 22.000 Kinder mit einer tödlich verlaufenden Krankheit. 1.500 von ihnen sterben pro Jahr. Oft geht dem Tod eine lange Pflege des schwerstkranken Kindes voraus, die die Familien bis an die physi-schen und psychischen Grenzen belastet. Alle Lebenspläne müssen der intensiven Pflege des kranken Kindes untergeordnet werden.

Besondere, von der ohnehin schwierigen Alltagsroutine abweichende Ereignisse können zu unüberwindbaren Problemen für die gesamte Familie führen. Gerade in der Sterbesituation, in der das betroffene Kind alle Fürsorge und Aufmerksamkeit benötigt, droht ein Familiensys-tem nicht selten zusammenzubrechen. Viele Ehen scheitern an den fast übermenschlichen Anforderungen. Jürgen Schulz, der Vorsitzende der Björn-Schulz-Stiftung, ist der Gründer des ersten Kinderhospizes in Berlin-Brandenburg.

 

 

 
Zuletzt geändert am 05.01.2012 um 19:53:36