bvmd-Logo

deutsch >> english

AGs » Europäische Integration » AG-Zeit Berichte » München: Beginn Integration ERASMUS-StudentInnen » 

Suche

München 30.10. - 01.11.2009

Einführung in die Thematik

In München schlugen wir eine neue Richtung der AG-Arbeit ein, in dem wir uns mit der Integration von (erstmal) Teilzeitstudierenden aus dem Ausland beschäftigen, welche über ein Austauschprogramm wie z.B ERASMUS an unsere Unis in Deutschland kommen, um hier einen Teil ihres Studiums zu absolvieren. Unser Ziel ist es, einen gut praktikablen Leitfaden zu entwerfen, welchen wir allen Lokalgruppen zugänglich machen wollen.

 

In Vorbereitung auf unsere AG-Zeit in München haben wir von allen LVen  Informationen eingeholt bezüglich laufender Projekte zur Betreuung von ERASMUS-StudentInnen, um eine Grundlage für die weitere Ideensammlung zu haben.

 

Hochkarätige Dozentinnen

Als Gäste durften wir zwei Dozentinnen begrüßen, Frau Fleischmann aus dem Auslandssekretariat speziell der Medizinischen Fakultät und Frau Schleiß, die Koordinatorin für Auslandsaufenthalte zuständig für die gesamte Universität der LMU München.

Die beiden Damen haben uns einen Überblick über das Zustandekommen eines Auslandsaufenthalts sowie die damit verbundene Problematik der Integration bzw. Betreuung der ausländischen Studierenden gegeben. Dabei sind sie sowohl auf Teilzeit-, als auch auf Langzeitstudierende, welche ihr Studium komplett in Deutschland absolvieren, eingegangen.

Bei den Vorträgen haben die Referentinnen einen Einblick in laufende Projekte in München gegeben und bereits Lösungsansätze für einige Probleme vorgestellt.

Im Rahmen eines offenen Gesprächs konnten alle Anwesenden eigene Erfahrungen an der Uni erzählen, konnten Fragen an die Dozentinnen stellen und wir haben uns gemeinsam Lösungsansätze für immer wiederkehrende Probleme überlegt.



Projekte der einzelnen LVen

Heidelberg

ERASMUS Brunch, Buddyprogramm, mittlerweile in Kooperation mit Auslandsamt auch Buddyprogramm für Ausländer im ersten Semester, in Zukunft auch gemeinsame Treffen mit bvmd-FamulantInnen, Programm „Weitblick“, social program.



Kiel

Weihnachtskaffee, weiteres social program.



Jena

gutes Betreuungssystem der Uni, med. Fakultät (Programm „Opsis“) mit Studierendem und ärztl. Betreuer, social program.



Lübeck

stud. Hilfskraft übernimmt ERASMUS Koordination in Zusammenarbeit mit dem bvmd-Austausch (gegenseitige Teilnahme an Veranstaltungen), social program.



Rostock

Lokale ERASMUS Initiative (Programm „LEI“) fächerübergreifende Betreuung, keine persönliche Einführung für Medizinstudierende. Dachverband: www.esn.org (ERASMUS Student Network).

bvmd Austausch läuft separat, social program.



Leipzig

Fächerübergreifende Betreuung durch studentischen Verein, social program.



Regensburg

Läuft nichts.



Magdeburg

Programm „IKUS“, auch fächerübergreifende Betreuung mit eigener Internetpräsenz und sehr vielen Informationen, social program.



München LMU

neu eingeführtes Buddyprogramm, social program gemeinsam mit bvmd Austausch, Sprachtandems, Sprechstunde.



Münster

Mentorenprogramm zusammen mit Fachschaft, fächerübergreifendes social program.



Köln

Programm ZIB-Med, mit stud. Hilfskraft, Buddyprogramm, Credit Points, social program.



Freiburg

Dekanat: Incomings, DAAD und Fachschaft enge Zusammenarbeit, Buddyprogramm, monatliche Treffen, einmal wöchentlich Sprechstunde, Infoblätter, social program.

 

Beispiele social program: Hütte; gemeinsames Essen, Trinken, Feiern, Partys; Orientierungswoche, Einführung, Stadtführung, Themenabende, Kino, movies and medicine, Abholservice vom Flughafen, Sprachkurse/ Sprachtandems, interkulturelles Training,...



Probleme der Studierenden

  •  Welche Probleme gibt es für Studierende, die kommen, bzw. auch für euch?

Teilzeitstudierende
  1. Abweichende Vorstellungen von der Studienorganisation & allgemeinen Ausbildung

  2. „switchen“ zwischen verschiedenen Semestern

  3. Mangelnder Informationsfluss

  4. Sprachproblematik

Vollzeitstudierende
  1. religiöse Vorstellungen (z.B. Gebetsräume), mangelndes Verständnis von Lehrenden

  2. kulturelle Unterschiede (z.B. bei Untersuchungen)

  3. Abkapselung von Einheimischen, Gruppenbildung

  4. Sprachproblematik

  5. mangelnde Bereitschaft zur Anpassung

  6. Lernprobleme/ anderes Lerntempo

  7. Finanzierung des Studiums

  8. Wohnsituation

  •  Wie können die Probleme geändert werden?

Teilzeitstudierende
  1. nicht lösbar

  2. nicht lösbar, manchmal auch kein Problem

  3. Erfahrungsaustausch durch andere Teilnehmer

  4. Veranstaltungen in deutscher Sprache, Zertifikate fordern, fachbezogene Sprachkurse vor Studienaufenthalt, Stipendien für Kurse

Vollzeitstudierende
  1. Gebetsräume schaffen?, nicht vollständig lösbar. Bewusstsein schaffen?

  2. Aufklärungsarbeit, Thematisierung

  3. Buddy-Systeme für alle Bereiche (Studium, Organisation etc.)

  4. Methoden der Sprachförderung, Zertifikate fordern, Stipendien für Kurse

  5. nicht lösbar

  6. Fachliche Betreuung, Lerngruppen, persönliche Betreuung bei Misserfolgen

  7. Auslandssekretariate, bessere Betreuung und Beratung im Vorfeld

  8. siehe 7.

 

Weitere Ideen für bessere Betreuungssysteme/ Anmerkungen

 

  • Beratung im Vorfeld ist sehr wichtig!

  • fachbezogene Repetitorien

  • separate zusätzliche Kurse für ausländische Studierende

  • Sprechstunden sind wichtig, Studierende sollen gut informiert sein.

  • Netzwerk der Auslandssekretariate zum Ideenaustausch



Gelder für Betreuung/ Möglichkeiten für Anfrage nach Geldern bei:

  • Partnerschaftsmitteln

  • Ausländeramt

  • Studiengebühren

  • anderen Stipendienprogammen



In der kommenden AG-Zeit möchten wir diese wichtigen Diskussionspunkte fortführen, die ersten Ideen aufgreifen und an einem Leitfaden arbeiten, der allen LVen als Orientierung dienen kann im Umgang mit ausländischen Studierenden.

 
Zuletzt geändert am 29.03.2011 um 18:09:40